Mit innovativen Geschäftsmodellen die digitale Zukunft des Handwerks gestalten

Digitale Geschäftsmodelle bieten zahlreiche Möglichkeiten für Wirtschaft und Gesellschaft. Um diese erfolgreich zu entwickeln, gibt es unterschiedliche Ansätze. Doch welche führen Handwerksbetriebe zum Erfolg? Mit dieser Frage hat sich das Projekt TREND von Oktober 2018 bis September 2020 beschäftigt. Ergebnis ist ein Methodenbaukasten zur Uterstützung von Handwerksbetrieben bei der Geschäftsmodellentwicklung mit zahlreichen Beispielen.

Partner

Unter der Leitung der BWHM GmbH arbeiteten drei Forschungsinstitute gemeinsam am Transfer von Methoden zur Geschäftsmodellinnovation ins Handwerk. Die drei wissenschaftlichen Projektpartner sind das Ferdinand–Steinbeis-Institut der Steinbeis-Stiftung, das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart und das Fraunhofer-Insitut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Gefördert wurde das Projekt TREND durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.

In drei Schritten zum Transfer von Geschäftsmodellinnovationen

In drei Arbeitspakete unterteilt, hat das Projekt TREND einen Methodenbaukasten zur systematischen Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellinnovationen erarbeitet und möglichst nachhaltig in den Handwerksorganisationen etabliert.

Die drei Phasen des Projekts TREND

Den Bedarf analysieren

Um die richtigen Methoden als Grundlage für den Methodenbaukasten auszuwählen, wurden in der ersten Projektphase sechs Workshops durchgeführt. Hierbei wurde die bisherige Methodenkenntnis hinsichtlich Geschäftsmodellinnovation erfragt und die Anforderungen der Teilnehmer an den Methodenbaukasten identifiziert.

Den Methodenbaukasten aufbauen und erproben

Anhand der Ergebnisse und durch Rückgriff auf die unterschiedlichen Kompetenzbereiche der drei wissenschaftlichen Projektpartner wurden Methoden zusammengetragen und für die Anwendung im Handwerk aufbereitet. Die Methoden ermöglichen die systematische Analyse des aktuellen Geschäftsmodells und unterstützen bei der strukturierten Findung von Ideen für neue digitale Geschäftsmodelle. Es gibt sowohl Methoden, die sich an die Entwicklung von Geschäftsmodellen für ein einzelnes Unternehmen richten, sowie Methoden, die darauf abzielen Wertschöpfungsnetzwerke aufzubauen. Alle Methoden wurden in mehreren Workshops mit Handwerksbetrieben erprobt und auf die Bedarfe weiterhin abgepasst. Den Methodenbaukasten finden Sie hier.

Die 5-Schritte zum neuen (digitalen) Geschäftsmodell

Zudem gibt es einen Katalog mit Beispielen aus der Praxis. Sie zeigen, wie verschiedene Betriebe schon heute ihr neues (digitales) Geschäftsmodell leben. Die Beispiele finden Sie hier.

Die Instrumente im Handwerk etablieren

In verschiedenen Seminaren wurde der Methodenbaukasten Beratern im Handwerk vorgestellt und die Anwendung der verschiedenen Werkzeuge anhand von praxisnahen Beispielen erklärt. Die Veranstaltungen fanden aufgrund der äußeren Umstände während der Transferphase alle in Form von Online-Seminaren statt. Zusätzlich fanden einige Tandemberatungen mit Betrieben im Frühjahr 2020 statt.